
Häufige Nasenbeschwerden — wann zum HNO-Arzt?
Chronische Nasenatmungsbehinderung, wiederkehrende Sinusitiden, Nasenbluten oder anhaltender Geruchsverlust nach einem Infekt — Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhlen sind häufige Gründe für einen HNO-Termin. In unserer Praxis in München Solln klären wir die Ursache gezielt ab und behandeln konservativ, wo immer es möglich ist.
Typische Beschwerden, bei denen eine HNO-Untersuchung der Nase sinnvoll ist:
- Dauerhaft oder häufig verstopfte Nase ohne Erkältung
- Druckgefühl oder Schmerzen in Stirn oder Wangen
- Wiederkehrender Schnupfen oder zähes Nasensekret
- Nasenbluten, das sich häuft oder stark ist
- Geruchsverlust oder deutlich vermindertes Riechen
Diagnostik: Endoskopie und Ultraschall
Endoskopische Diagnostik: Mit einer feinen Optik beurteilen wir Nasenschleimhaut, Nasenmuscheln, die mittlere Nasenpassage und den Nasenrachen direkt und in hoher Auflösung. So erkennen wir Nasenpolypen, Schleimhautschwellungen oder Strukturveränderungen, die im Ultraschall nicht sichtbar sind.
Ultraschall der Nasennebenhöhlen: Schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung beurteilen wir, ob eine Entzündung oder Flüssigkeit in Stirn- oder Kieferhöhlen vorliegt — ideal für die Verlaufskontrolle bei chronischer Sinusitis.
Ultraschall des Halses: Lymphknoten, Speicheldrüsen und Halsweichteile lassen sich sonographisch gut darstellen — bei geschwollenen Lymphknoten, Speichelsteinen oder unklaren Halsschwellungen.
Sinusitis und Nasenpolypen — konservative und operative Therapie
Chronische Rhinosinusitis (Nebenhöhlenentzündung) mit oder ohne Nasenpolypen ist häufig und belastend. Wir behandeln konservativ mit lokalen Kortikosteroiden und entzündungshemmenden Maßnahmen oder operativ mit einer Nasennebenhöhlenoperation. Bei ausgeprägten Polypen besprechen wir, ob eine Therapie mit Biologika in Frage kommt. Wir klären gemeinsam mit Ihnen, welcher Therapieweg sinnvoll ist.
Nasenatmungsbehinderung — Muscheln, Septum und Laser
Vergrößerte Nasenmuscheln und eine schiefe Nasenscheidewand (Septumdeviation) sind häufige Ursachen für chronisch eingeschränkte Nasenatmung.
Rhinomanometrie: Mit diesem Verfahren messen wir den Atemwiderstand objektiv — als Grundlage für die Therapieentscheidung.
Nasenmuschellaserung: Dauerhaft vergrößerte Nasenmuscheln lassen sich mit einem Laser schonend verkleinern. Der Eingriff erfolgt ambulant unter lokaler Betäubung. Die Nasenatmung verbessert sich in der Regel zügig, und eine schnelle Rückkehr in den Alltag ist möglich. Wir klären in der Beratung, ob Ihre Beschwerden auf eine Muschelschwellung zurückzuführen sind oder ob andere Ursachen vorliegen.
Nasenseptumoperation: Wenn eine Septumdeviation die Nasenatmung deutlich einschränkt, führt Prof. Dr. Riederer eine operative Korrektur (Septumplastik) durch. Häufig liegen Muschelvergrößerung und Septumdeviation gleichzeitig vor — wir beurteilen beide Komponenten und empfehlen den sinnvollsten Therapieweg.
Riechstörungen — Diagnostik und Riechtraining
Geruchsverlust (Anosmie) oder eingeschränktes Riechen (Hyposmie) können nach Virusinfekten auftreten — bekannt nach COVID-19, aber auch nach klassischen Erkältungen. Sie können zudem ein früher Hinweis auf eine Nasennebenhöhlenerkrankung oder — selten — auf eine neurologische Ursache sein.
Mit dem Sniffin'-Sticks-Test messen wir Ihre Riechfähigkeit standardisiert. Das Verfahren erfasst Riechwelle, Diskrimination und Identifikation und ist deutlich präziser als eine subjektive Einschätzung. Liegt eine Riechstörung vor, beraten wir Sie zum gezielten olfaktorischen Training — einem nachgewiesenen Verfahren zur Rehabilitation des Geruchssinns, das konsequent zu Hause durchgeführt wird.
Nasenbluten — Behandlung in der Praxis
Häufiges oder starkes Nasenbluten hat oft eine lokale Ursache, die sich gut behandeln lässt. In den meisten Fällen lokalisieren wir die blutende Stelle direkt und behandeln durch Verödung (Kaustik). Bei starkem Nasenbluten setzen wir eine Nasentamponade ein. Eine Klinikeinweisung lässt sich so in der Regel vermeiden.
Bitte beachten Sie, dass Online-Informationen eine individuelle Untersuchung und Beratung durch unsere Fachärzte nicht ersetzen können.